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Ausbildungsleiter zu Gast beim Weltmarktführer Sanner GmbH in Bensheim-Auerbach

Chancen einer Ausbildung 4.0 und Tinder als Mittel zur Nachwuchsgewinnung nutzen

09.06.2017

Ausbildungsleiter zu Gast beim Weltmarktführer Sanner GmbH in Bensheim-Auerbach

Chancen einer Ausbildung 4.0 und Tinder als Mittel zur Nachwuchsgewinnung nutzen

Bensheim. Welche Chancen bietet die Digitalisierung für die duale Berufsausbildung und die Nachwuchsgewinnung? Mit diesen Fragen beschäftigten sich 30 südhessische Ausbildungsexperten am 08.06. bei ihrer Tagung im Unternehmen Sanner GmbH in Bensheim. Personalleiterin Judith Both stellte das weltweit aktive Familienunternehmen vor. 1894 zunächst als Korkschneiderei und -handlung gegründet, ist es heute einer der Weltmarktführer für Trockenmittelverschlüsse. 500 Mitarbeiter produzieren jährlich zwei Milliarden Kunststoffteile, vornehmlich für die Bereiche Pharma, Diagnostik und OTC-Arzneimittel. Mit Hilfe der Ausbildungsberufe Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Elektroniker und Produktionstechnologe werden die benötigten Fachkräfte für morgen qualifiziert. Um den Nachwuchs früh zu gewinnen, setzt das Unternehmen auf Unternehmensbotschafter, Techniktage und Partnerschaften mit Schulen.
Wie erfolgreich Onlinemarketing realisiert wird, präsentierte Josef Buschbacher von der Deutschen Ausbilderakademie Esslingen, am Beispiel der App „truffls“. Die App nutzt die Funktionsweise von Tinder zur Mitarbeitergewinnung. Für den Experten liegt der Siegeszug der Digitalisierung an der Bequemlichkeit der Benutzer. Er wies daraufhin, dass diese Haltung gerade bei Schülern und Auszubildenden sehr beliebt ist und deshalb für die Digitalisierung eine große Rolle spielt. Besonders gefragt sind individuelle Lernpfade für Schüler und Auszubildende. Damit rückt die Betreuung des Einzelnen immer stärker in den Fokus, auch mit Blick auf eine frühe Bindung der Ausgebildeten an das Unternehmen.
Jan Roskosch von Movyng Media erläuterte Konzept und Wirkung des Kommunikationstools „Campus der Unternehmen“. Dieses Projekt des Verbandes vernetzt Snapchat, Instagram und Facebook. Besonders wichtig sei es, die jungen Menschen in ihren Lebenswelten abzuholen. Da in den verschiedenen Blogbeiträgen Auszubildende aus ihrem Lernalltag berichten, sei dies besonders attraktiv für Jugendliche, die praxisorientierte Berufsinformationen wünschen.
Ernst Fluche informierte über die neuen Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten beim Bildungswerk der hessischen Wirtschaft. Auch er betonte, wie wichtig es sei, sein Wissen zu festigen und zu erweitern. Hierzu stellte er die Aufstiegsfortbildung für Ausbilder vor, in der vor allem Ausbildungskompetenzen 4.0 vermittelt werden. Diese ist in 4 Schritten aufgegliedert, die mit einer Basisqualifikation 3.0, dem „Ausbilderschein“ beginnt und mit einem Master in betrieblicher Berufspädagogik abschließt. Mit dieser fundierten Qualifizierung der Ausbilder lassen sich auch kostenintensive Ausbildungsabbrüche reduzieren. Dies stärkt auch den Stellenwert einer qualitativen Berufsausbildung.

Das nächste Treffen des Ausbildungsleiterkreises findet am 23.11.2017 bei der Evonik Industries AG in Darmstadt statt.

Dreißig Ausbildungsleiter/innen aus Südhessen diskutierten beim Weltmarktführe Sanner GmbH in Bensheim über Chancen einer Ausbildung 4.0

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