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Unternehmerverband Südhessen e.V.

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Arbeitnehmer aus ganz Europa in Südhessen Willkommen

03.05.2011

Darmstadt. Seit dem 01. Mai 2011 haben Arbeitnehmer aus den neuen EU-Staaten freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Arbeitnehmer aus Polen, Ungarn, Tschechien, Slowenien und der Slowakei sowie aus den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen können sich dann ohne Einschränkung eine Arbeit in Deutschland suchen. Ausgenommen von der Arbeitnehmerfreizügigkeit bleiben vorerst Rumänien und Bulgarien.
„Wir brauchen diese Fachkräfte, um unseren Fachkräftebedarf zu decken“, sagt Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen (VhU), der die neue Freizügigkeit begrüßt. „Südhessen braucht qualifizierte Mitarbeiter.“
Sehr deutlich zeigt sich der Mangel bei Mathematikern, Informatikern, Naturwissenschaftlern und Technikern, im so genannten MINT-Bereich. Dort fehlen nach aktuellen Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln bereits 84.000 Fachkräfte.
Gerade die Anziehungskraft für Hochqualifizierte im MINT-Bereich muss gezielt erhöht werden, um zu helfen, die dortige Lücke von derzeit 117.000 fehlenden Akademikern, Technikern und Meistern zu schließen. Allein für den Ersatz altersbedingt ausscheidender Fachleute brauchen die Unternehmen künftig pro Jahr 50.000 bis 60.000 Nachwuchskräfte. In der Altenpflege fehlen bereits heute 20.000 Pflegefachkräfte. „Der zunehmende Arbeitskräftebedarf zieht Auftragsverluste nach sich und droht zur Wachstumsbremse zu werden. Die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit ist ein Mittel, den Bedarf abzumildern.“
Ein Ansturm an Arbeitnehmern ist nach Ansicht des Geschäftsführers ohnehin nicht zu erwarten. Viele potentielle Fachkräfte seien schon vor einiger Zeit in die Länder abgewandert, die die Zugangsregelung schon länger gewähren, wie beispielsweise Irland und Großbritannien. Dort kam es ebenfalls zu keinem Massenansturm.
„Die Freizügigkeit darf allerdings nicht als Einstieg in das soziale Netz missbraucht werden, deshalb muss die Politik dafür sorgen, dass Bildungs- und Berufsabschlüsse schnell überprüft und anerkannt werden.“

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