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9. NaWi-Fachtag – Innovationspotenzial der Digitalisierung im naturwissenschaftlichen Unterricht nutzen

MINT-Bildung in allen Bereichen fördern und vernetzen // Digitale Infrastruktur ausbauen // Kompetenzen von Lehrkräften in der digitalen Bildung interdisziplinär stärken

26.04.2017

Darmstadt. „Am 25. April 2017 fand der 9. Südhessische NaWi-Fachtag bei der Merck KGaA in Darmstadt statt. In der von den Arbeitskreisen SchuleWirtschaft Südhessen organisierten Veranstaltung tauschten sich 200 Teilnehmer aus Schulen, Hochschulen und Unternehmen über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im naturwissenschaftlichen Unterricht aus. Experten referierten zu den Themen vernetzte Arbeitswelt, Bildung der Zukunft und digitale Medien im Unterricht. In 6 Workshops wurde das Thema „Bildung 4.0 – Digitalisierung im naturwissenschaftlichen Unterricht!?“ vertieft. Das Feedback war hinsichtlich der Inhalte und Formate sehr positiv. Bestätigt wurde, dass die digitale Bildung und der Ausbau der digitalen Bildungsinfrastruktur flächendeckend gestärkt werden muss“, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der VhU, Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Digitaler Wandel, technologischer Fortschritt, veränderte Berufsbilder und neue Arbeits- und Qualifikationsmodelle betreffen den gesamten Bildungsbereich von der frühkindlichen über die schulische bis hin zur universitären Bildung. Bereits vor einer betrieblichen Ausbildung oder einem (dualen) Studium benötigen junge Menschen gute Grundkenntnisse im Bereich Digitalisierung und Vernetzung.

Die MINT-Förderung in allen Schul- und Bildungseinrichtungen gilt es nachhaltig zu stärken. Dies gelingt am besten, wenn Lehramtsstudiengänge und die Lehrerfortbildung dem digitalen Wandel gerecht werden und interdisziplinäres Denken in der Weiterbildung gefördert wird. In die Fachdidaktik aller Fächer muss zukünftig eine naturwissenschaftlich-technische Perspektive mit einbezogen und bisher getrennte Fachbereiche stärker vernetzt werden.

Die Medienkompetenz von Schülern und Lehrkräften ist nachhaltig zu fördern. Bildung 4.0 geht dabei über die reine Anwendung technischer Geräte und Software weit hinaus. Zusätzlich zu der Anschaffung von Endgeräten und dem Ausbau digitaler Infrastruktur in den Bildungseinrichtungen müssen praxisorientierte Anwenderkompetenzen vermittelt werden. Neue Lern- und Lebensgewohnheiten, Kommunikationsformen sowie technische Innovationen müssen aktiv in der Schule genutzt und deren Chancen und Risiken reflektiert werden.

„Die Landesregierung muss im Bereich Bildung 4.0 den staatlichen Bildungsauftrag schneller umsetzen und in digitale Infrastruktur, in Lehreraus- und Fortbildung investieren, damit Innovation und Wachstum nicht gehemmt werden. Unbesetzte Ausbildungsplätze können oft nicht durch geeignete Bewerber besetzt werden. Bereits 2025 rechnen wir in Deutschland mit einem Bedarf von rund 1 Mio. MINT-Fachkräften, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Daher gilt es, das gesellschaftliche Potenzial der Digitalisierung durch eine Stärkung und Förderung im Bildungsbereich zu nutzen“, sagte Wolfgang Drechsler abschließend.

 

Präsentationen

 

„Vorbereitung auf digitale und vernetzte Arbeitswelten“
Prof. Dr. Ralph Bruder, Vizepräsident Technische Universität Darmstadt

„Handlungsfelder und Struktur für die digitale Bildung der Zukunft“
Hans-Christoph Schaub, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Stuttgart

„Digitale Medien im Chemieunterricht – ausgewählte Beispiele für den praktischen Einsatz“,
Prof. Dr. Amitabh Banerji, Universität zu Köln, Institut für Didaktik der Chemie


„Allgemeinbildung in der digitalen Welt“,
Prof. Dr. Jens Gallenbacher, Technische Universität Darmstadt


„Projektorientiertes Lernen mit digitalen Technologien – konzeptionelle Überlegungen und praktische Beispiele“
Manuel Dolderer, CODE Education GmbH, Berlin

„Und wie funktioniert alles? Ein Blick hinter die Li-Ionen-Batterien“
Prof. Dr. Marco Oetken, Didaktik der Chemie, Pädagogische Hochschule Freiburg

Auch Schüler konnte der 9. NaWi-Fachtag begeistern.
v.l.n.r.: Manuel Dolderer (CODE Education GmbH, Berlin), Dr. Christa Jansen (Leiterin Schulförderung), Prof. Dr. Amitabh Banerji (Universität zu Köln), Reinhold Stämmler (Geschäftsführer Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT), Prof. Dr. Jens Gallenbacher (Technische Universität Darmstadt), Prof. Dr. Ralph Bruder (Vizepräsident Technische Universität Darmstadt).
In der von den Arbeitskreisen SchuleWirtschaft Südhessen organisierten Veranstaltung tauschten sich 200 Teilnehmer aus Schulen, Hochschulen und Unternehmen über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im naturwissenschaftlichen Unterricht aus.
 

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