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Unternehmerverband Südhessen e.V.

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„2018 mehr politischen Mut beweisen statt Stillstand verwalten!“

Wachstum und Arbeitsplätze benötigen reformorientiertes Handeln und Innovationen // Prof. Hüther: Qualifizierte Fachkräfte sichern Aufschwung

22.01.2018

Darmstadt. Die Wirtschaftsentwicklung, die politischen Weichenstellungen in Deutschland und Europa im Jahr 2018 sowie gesellschaftliche Transformationsprozesse, wie Digitalisierung und Fachkräftebedarf, waren Themen beim 2018 Opening der Unternehmerverbände Südhessen am 22. Januar im Haus der Wirtschaft Südhessen in Darmstadt.
„2018 sehen wir für die südhessische Wirtschaft zahlreiche Chancen, stehen aber auch vor historischen gesellschaftlichen Herausforderungen. Auch wenn die Geschäftslage und Beschäftigungsentwicklung bei der Mehrheit unserer Mitgliedsunternehmen positiv ist und wir 2018 mit weiterem Wachstum rechnen, benötigen wir nach der Bundestagswahl 2017 keinen verwalteten Stillstand, sondern mutige und zukunftsorientierte politische Reformen.
Überfälliger Bürokratieabbau, eine deutliche Steuerentlastung für Bürger und Unternehmen, die Abschaffung des Solidaritätszuschlags, eine kosteneffiziente Energiewende, der konsequente Eintritt für Welthandel, ein Europa der finanziellen Stabilität und Rechtssicherheit, eine geregelte Einwanderung und ein vorausschauendes Integrationskonzept müssen dabei von einer neuen und voll handlungsfähigen Bundesregierung entschlossen vorangetrieben werden“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Unternehmerverbände Südhessen, vor 150 geladenen Gästen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung.

Auch mit Blick auf die hessische Landtagswahl 2018 betonte er, dass es einer umfassenden Digitalisierungsstrategie in der Bildung und einem flächendeckenden Ausbau analoger und digitaler Infrastruktur bedürfe, damit Südhessen auch im Zeitalter von Industrie 4.0 weiterhin eine Spitzenposition einnehme. Eine stärkere Orientierung an den Idealen der Sozialen Marktwirtschaft sei dringend geboten. Aufgrund des steigenden Fachkräftebedarfs im technisch-verarbeitenden Gewerbe und im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich sei eine qualitätsorientierte Bildungsoffensive mit Modernisierung der beruflichen Schulen schnell umzusetzen.

Den Impulsvortrag „Treiber oder Getriebener? - Visionen für die Wirtschaftspolitik der neuen Legislatur“ hielt Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Nur eine finanzielle Entlastung bei Steuern und Abgaben sowie eine substantielle Fachkräftesicherung könne seiner Ansicht nach einen nachhaltigen Aufschwung in Deutschland sichern:
„Die beständig gute konjunkturelle Lage bietet einer neuen Bundesregierung hervorragende Ausgangsbedingungen. Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen durch Globalisierung, Digitalisierung und den Fachkräftemangel wäre ein deutliches politisches Entgegenkommen angebracht – beispielsweise beim Solidaritätszuschlag, den Lohnnebenkosten, der Gewerbesteuer oder der Rente mit 63.“

Hinsichtlich des Datenschutzrechts und arbeitsrechtlicher Vorschriften forderte Widuch Reformen: „Wir benötigen dringend eine Neugestaltung des Arbeitsrechts, das nicht länger der rasanten Entwicklung der vernetzten Arbeitswelt 4.0 hinterherhinkt und einer neuen Flexibilität der Menschen und der Unternehmen Rechnung trägt. Auch datenschutzrechtliche Bestimmungen müssen endlich an die digitale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts angepasst werden. Unerlässliche ist für unsere zukünftige Wettbewerbsfähigkeit eine zeitgemäße Anpassung des Arbeitszeitgesetzes, sowohl an den Bedarf der Unternehmen wie auch an die Lebenslagen der Mitarbeiter. Dies erfordert auch vorausschauendes sozialpartnerschaftliches Handeln. Die sich nach den Sondierungsergebnissen abzeichnende Gesetzesänderung zur befristeten Teilzeit wird jedoch den Fachkräftemangel weiter verstärken. Die Forderung nach einer 28-Stunden-Woche in der aktuellen Tarifrunde mit einem Entgeltanspruch für nicht geleistete Arbeit lehnen wir strikt ab, da sie die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stark beeinträchtigt und gegen geltendes Recht verstößt“, so Widuch.

Für die 335 Mitgliedsunternehmen bietet das neue verbandliche Weiterbildungsprogramm 2018 praxisnahe Informationen zu den neuesten Trends in der Personalarbeit, der Digitalisierung, zur Fachkräftesicherung und Entwicklungen in der Unternehmenskommunikation. Wie bisher können die 24 südhessischen Mitglieder des hessischen Landtags und des Bundestags am bewährten Politiker-Betriebspraktikum teilnehmen, um authentische und realitätsnahe Einblicke in die Mitgliedsunternehmen der Unternehmerverbände Südhessen zu bekommen.

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Reinhold Stämmler

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